Grundlage Spray-Ölfilm Interaktion

  Druckkammer Winandy Druckkammer zur Erforschung der Spray-Ölfilm Interaktion

Bei Vor- und Nacheinspritzungen in direkteinspritzenden Dieselmotoren ist ein Aufprall des Sprays auf den Zylinderliner wahrscheinlich. Auf der einen Seite führt dies zu Kraftstoffablagerung auf dem Liner, auf der anderen Seite wird Öl vom Liner in den Verbrennungsraum des Motors transportiert, was eine erhöhte Produktion von Schadstoffen nach sich ziehen kann. Durch die Kolbenbewegung dringt der Kraftstoff in den Ölkreislauf des Motors ein und setzt die Viskosität des Schmierstoffes herab.
Das Ziel des Forschungsprojektes ist die experimentelle Untersuchung der Interaktion zwischen einem Dieselspray und einem Ölfilm unter Randbedingungen ähnlich denen einer Nacheinspritzung.

Der Untersuchungsansatz kann in zwei Schritte unterteilt werden.
Schritt 1: Erzeugung dünner Ölfilme in einer Druckkammer

  • Durch Rotation auf einer Scheibe wird Öl ausgedünnt
  • Stopp der Rotation sobald ein motorrelevant dünner Ölfilm erzeugt wurde.

Schritt 2: Untersuchung der Spray/Film Interaktion

  • Filmdickenmessungen: Untersuchung der Filmtopologie während und nach dem Sprayaufprall
  • High-Speed-Visualisierungen: Informationen über das globale Sprayverhalten
 

Projektdetails

Mitarbeiter

Projektlaufzeit

03/2011 – 08/2014

Gefördert durch

DFG

Kooperationspartner

Beteiligte Forschungsinstitute:

  • Aachen (WSA, VKA)
  • München (LVK)
  • Hamburg (MT)
  • Kassel (IMK)
  • Magdeburg (IMK)

Seitens der Industrie durch die Mitglieder der FVV

Infrastruktur

  • Spray-Druckkammern
  • High-Speed Visualisierung
  • Interferometrische Filmdickenmessungen bis 2µm
  • Phasen-Doppler-Anemometer (PDA)
  • Aerosolgeneratoren (1-8 µm Aerosoldurchmesser)
  • Welas Aerosolspektrometer (Bestimmung von Aerosoldurchmessern, z.B. für den Abgleich mit PDA)